Dokumentarfilme von Rick Minnich: Bombenjäger und Das Buch der Lenins

Am 23. September 2016 zeigt der Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0 zwei Filme des Dokumentarfilmers Rick Minnich, der auch anwesend sein wird. Der Eintritt beträgt 6 Euro.

Bombenjäger - Oranienburgs explosives Erbe (Deutschland 2014, 52 Minuten)

Fast 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg lauern immer noch schätzungsweise 300 Bomben unter dem Pflaster von Oranienburg. Der amerikanische Filmemacher Rick Minnich, der mittlerweile seit zweieinhalb Jahrzehnten in Deutschland lebt, begleitet ein Jahr lang die Bombensuche in der Stadt.
 
Im November 2013 verlor der pensionierte Taxifahrer Gunthart "Paule" Dietrich bei einer solchen kontrollierten Sprengung einer amerikanischen 500 Kilo Bombe sein Haus. Seine Geschichte beherrschte die Nachrichtensendungen und die Titelseiten der lokalen Boulevardblätter: die verzweifelte Situation in Oranienburg hatte nun ein Gesicht. Der 12 Meter breite und sechs Meter tiefe Krater, der sich an der Stelle auftut, wo Paules Haus gestanden hatte, wurde zu einer makabren Touristenattraktion und einer schmerzhaften Mahnung.
 
Hans Joachim Laesicke, Bürgermeister von Oranienburg, sieht es als seine Mission an, die Stadt von der Bombenlast zu befreien. Es ist ein schwerer Kampf. Die Bundesregierung ignoriert seit Jahren die Bitten um Unterstützung.
 
Dem Bürgermeister zur Seite steht ein unerschrockenes Trio von Bombenräumexperten: Horst Reinhardt, Heino Borchert und André Müller. Der Film lässt die Experten zu Wort kommen; sie erläutern die Methoden, mit denen sie Bomben lokalisieren und neutralisieren. Er nimmt mit auf eine Reise durch die Stadt, in der blaue Rohre im Bürgersteig davon künden, dass magnetische Messungen durchgeführt werden – und vielleicht bald wieder eine Bombe gefunden wird...

Das Buch der Lenins (Deutschland 1996, 24 Minuten)

Angetrieben von seinem eifrigen Verleger durchquert der Amerikaner Rick Minnich die Welt auf der Suche nach den letzten verbliebenen Leninstatuen. Doch worauf er stößt, ist nicht genau das, woran sein Auftraggeber denkt. Ein ironischer Blick auf Osteuropa in der Zeit nach dem Kalten Krieg.

geschrieben von ruth am 13.10.2015 | 11:36 Uhr
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