Kommunales Kino. Frau Stern

Federleicht und lakonisch - eine sehr sehenswerte dramatische Komödie
Am Freitag, dem 29.11.2019 um 19.30 Uhr zeigt der Verein Kulturhaus Heidekrug 2.0 im kommunalen Kino den Film „Frau Stern“. Der Eintritt beträgt 6,00 €. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.
 
„Ich habe das KZ überlebt, Rauchen wird mir nicht schaden“. Mit solchen Sprüchen provoziert und unterhält die 90-jährige Frau Stern in diesem Film prächtig. Obwohl kerngesund, will sie nun selbstbestimmt sterben. Doch alle Versuche, aus dem Leben zu scheiden, scheitern kläglich und sehr komisch, so als wolle Gott sie noch nicht haben. Ihre Enkelin, herzerfrischend von Kara Schröder gespielt, kann ihr auch nicht helfen, bringt die alte Dame aber mit ihren jungen Freunden zusammen, mit denen Frau Stern überraschend viel Spaß hat.
 
Dem jungen Regisseur Anatol Schuster ist mit diesem Independent-Film Erstaunliches gelungen. Er verbindet das Porträt einer Lebenskünstlerin mit einem Bild des heutigen, buntgemischten Berlin, erzählt voller Humor von erotischen Begierden im Alter, aber auch von den weiter wirkenden Folgen des Holocaust.
 
Anatol Schuster wurde zu seinem Filmdebüt durch die Bekanntschaft mit Ahuva Sommerfeld angeregt, die in der Emigration überlebt hatte. Die 82-Jährige stand noch nie vor einer Kamera. Sie starb kurz nach der Premiere des Films, der nun ein schönes Denkmal für diese energiegeladene, lebenslustige Frau geworden ist.
 
Quelle: Knut Elstermann, radioeins
 
FRAU STERN
Deutschland 2019
Regie: Anatol Schuster
Darsteller: Ahuva Sommerfeld, Kara Schröder, Pit Bukowski, Robert Schupp, Murat Seven, Nirit Sommerfeld, Gina Haller, Katharina Leonore Goebel
Länge: 79 Minuten
FSK: 12
 
Wir sind Leinwand des Moki Güstrow und Teil des Projekts Dorfkino einfach machbar.
Legitimation: FFA-Theater-Nr. 38031, Inhaber-Nr. 2887, Mobiles Kino / Abspielringe
geschrieben von ruth am 09.07.2019 | 11:16 Uhr
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