Die kluge Bauerntochter wird noch gebraucht - Stück von Kenneth Anders

Die gesellschaftlichen Konflikte um die moderne Landwirtschaft auf der Bühne

Das alte und rätselhaft kluge Grimmsche Märchen von der klugen Bauerntochter erzählt von einem tief sitzenden gesellschaftlichen Konflikt. Wer als Landwirt lebt und arbeitet, handelt sich Schwierigkeiten mit dem Rest der Gesellschaft ein. Denken, Sprache, Erfahrung und Vertrauen – all diese Dinge werden auf dem blanken Parkett anders gehandelt als auf dem Acker. Daran hat sich bis heute nichts geändert, im Gegenteil: Im Zuge der modernen Agrardebatte ist das Missverstehen zwischen Bauern und Bürgern, die heute als Kunde König sind, weiter gewachsen.

In dem Stück sieht sich ein Bauer massiven Angriffen wegen seiner landwirtschaftlichen Praxis ausgesetzt. In seiner Not nimmt er die Hilfe einer Imageberatung an – aber es stellt sich bald heraus, dass es sich bei der Kritik, der sich heute viele Landwirte ausgesetzt sehen, nicht nur um ein Imageproblem, sondern um einen tiefgreifenden gesellschaftlichen Konflikt handelt. Fortan ringen die Figuren um die Frage, ob es einen Ausweg aus diesem Dilemma gibt und wie dieser Ausweg gefunden werden kann.
 

Eine Produktion des Oderbruch Museums Altranft im Rahmen des Jahresthemas 2018 „Landwirtschaft“, gefördert in »TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel«, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, und durch den Landkreis Märkisch-Oderland.

Mit Unterstützung der Stadt Bad Freienwalde (Oder).

 

Bauerntochter / Imageberaterin Frau Blank: Kathleen Gaube

Bauer Stoppelfeld: Jens-Uwe Bogadtke

Musik: Hannes Buder

Regie: Marita Erxleben

Stück: Kenneth Anders

geschrieben von gisbertamm am 09.04.2019 | 22:02 Uhr
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